Heimspiel der Jungen Wilden

24.09.2017 15:54 von Christian Pätzold

Nein, Lotto haben die Jungs der 2. Herren am Samstag nicht gespielt. Obwohl es die meiste Zeit hieß "Hop oder Top". Das erste Heimspiel der Saison stand auf dem Programm. Mit der TSV aus Niederoderwitz war der letztjährige Titelkandidat anwensend und dazu gesellte sich das Team aus Großdubra. Beide Mannschaften mit personellen Engpässen waren mit 6 Feldspielern angetreten. Zittau hatte im Gegensatz dazu wieder aus dem Vollen schöpfen können. 10 Spieler waren bereit, sich in die Schlacht zu stürzen. Zuerst durfte die TSV aufs Feld. Der Spieltag stand wieder unter dem Motto Erfahrung sammeln first. Gewinnen Second. Dafür bot der große Kader optimale Voraussetzungen, ebenso viele Möglichkeiten, um zu wechseln und sich zu finden.Wurde im ersten Saisonspiel noch viel auf der Zuspiel-Position getauscht, durfte dieses Mal Ben Rückert fast alle Sätze durchspielen. Eine deutliche Steigerung war zu erkennen, Verteilung der Bälle besser, Laufwege gefestigt und Technik auch auf hohem Niveau. Christoph Weigold kam nur wenig zum Zug, hatte aber seinen Auftritt im zweiten Spiel. Weiterhin spielten Christian Rehnisch (AA) als Kapitän, Franz Just (MB), Herrmann Marko (AA), Moritz Schuster (D), Lennard Roßmy (MB), Benjamin Töpler(MB), Alexander Jautze (U) . Und als Libero im ersten Spiel Samuel Mundel.Gegen die erfahrenen Spieler aus Niederoderwitz wurde wie folgt gestartet: Herrmann Marko (AA), Christian Rehnisch (AA), Moritz Schuster (D), Lennard Roßmy (MB), Benjamin Töpler(MB) und Ben Rückert (Z). Ziel war es, nicht so verhalten zu starten, den K1 klar zu spielen und im K2 Punkt für Punkt sammeln. Das gelang auch bis zu einem Speilstand von 9:12 recht gut. Der Start war nicht so zaghaft wie im 1. Spiel der Saison. Aktionen gut ausgespielt Angriffe in Ordnung, doch dann kam das Hop. Ein Serie von Sportfreund Förster ließ Oderwitz auf 19 9 davonziehen. Keine Annahme, keine Punkte. So wurde der erste Satz schnell beendet. 12Min dauerte es nur, dann stand es 12:25. Kein passendes Ergebis für das Spiel, also rein in den zweiten Satz und besser machen. Leicht verändert kam für Benjamin Franz auf der Mitte zum Zug. Das Spiel war wie im ersten Satz ausgeglichen, Aufschläge (JT hat die Volleyballvokabel immer noch nicht drauf) aber deutlich druckvoller. Im K2 gelangen auch einige gute Aktionen und so zwangen wir die TSV bei 13:16 zur Auszeit. Niederoderwitz fing sich, konnte wieder mit einer Aufschlagserie aufschließen. Der Satz endet halt erst bei 25 und so holte sich Niederoderwitz diesen mit 25:22. Aber das war ein Satz auf hohem Niveau, Top. Da wollen wir hin: konstant so eine Leistung zeigen. Dass uns das noch nicht gelingt, zeigte der letzte Satz (15:25) ging dieser auch an die TSV Männer.Im 3. Satz begann das Probieren. Im Zuspiel durfte Christoph nochmal ran. Benjamin bekam seinen Einsatz als AA, genau wie Franz, der überzeugte. Mit stabiler Annahme, guten Angriffen und gelegten Bällen empfahl er sich gleich für das 2. Spiel.Erstes Spiel abgehakt, etwas lange Gesichter, zu unrecht für den Stand, den wir haben. Besser geht immer, ist klar, aber wir sind ja nicht bei "Wünsch dir was".Die Jungs mussten sich nun auf das wichtige Spiel des Tages fokussieren. Großdubra, ein Team, gegen das man zwar letztes Jahr auch ein Spiel 1:3 verloren hat, erschien aber doch als eine machbare Aufgabe an jenem Tage. So hieß es 15.40 Uhr anpfiff, das Probieren erreichte jetzt seinen Höhepunkt: die Libero-Position wurde nicht mehr besetzt, der Diagonale Moritz mit Hermann auf AA getauscht, Christian als neue Mitte. So sollte alles aus dem Kader rausgeholt werden. Großdubra schien im ersten Satz noch nicht anwesend zu sein und so konnten die Jungs die Vorgaben gut umsetzen. Druckvolle Aufschläge (JT) servieren und leichte Bälle, die zurück kamen, konzentriert zu Ende zu spielen. Alle top motiviert und konzentriert konnten wir uns 18:8 absetzen und die Gegner bei diesem Spielstand zur 2. Auszeit zwingen. Aber wie im ersten Spiel ließen wir zu viel Luft ran, Großdubra wurde stärker und kämpfte sich Punkt für Punkt heran. Es reichte dennoch nicht für sie und so holten sich die Nachwuchsrecken ihren 2. Satz der Saison.(25:21). Top. Viele Ballwechsel, viel Spielzeit, viel Erfahrung sammeln. 21 min dauerte der Satz.

Probieren die 2.: Exlibero Samuel auf AA geparkt, dazu nochmal Benjamin. Großdubra nun endlich da, den Schwung aus dem ersten Satz mitgenommen, überrollte unsere Annahme. Wir liefen die ganze Zeit einem Vorsprung hinterher. Wechsel auf der AA-Position und Auszeiten halfen nichts. Satz verschlafen, viele eigene Fehler. (19:25). Hop, also im nächsten Satz alles wieder auf 0, Eigenfehler abstellen. Beim Tennis spricht man von unforced errors; genau die sind es, die noch zu viel bei uns vorkommen. Der 3. Satz musste gewonnen werden, um eine Chance auf 3 Punkte zu haben und die waren durchaus drin an dem Tag. Die Jungs haben streckenweise sehr guten Volleyball gespielt, welches auch von den zahlreichen Zuschauern mit lautem Beifall honoriert wurde. Aber einzelne Szenen reichen nicht um ein Spiel zu gewinnen, Konstanz ist das Geheimrezept. (Oder ein super Diagonaler :D). Die war jedoch nicht zur Genüge vorhanden. Um zu gwinnen, müssen die Jungs mehr Sicherheit in ihren Aktionen bekommen, daran arbeiten wir von Spiel zu Spiel bis Sie es umsetzen können. Der Satz wurde zu Beginn aus der Hand gegeben. GD erarbeitete sich schleichend einen Abstand, eine gute Aktion der Zittauer wurde mit 2 Punkten für GD beantwortet. So wurde bei 5:11 die erste Auszeit Pflicht. Bis zum 20:22 konnten wir wieder aufschließen, aber dann war die Luft raus – 20:25 - weg das Ding, weg die 3 Punkte, weg das Spiel? Nein, 2 Punkte waren noch drin, die sich die Jungs auch verdient hätten durch ihren streckenweise sehr starken Volleyball. 4. Satz: Wieder wie im ersten: Druck im Aufschlag, konzentrierte Aktionen. Führung, 2:7 erste Auszeit GD, bei 25 endet der Satz (Repetitio est mater studiorum ) GD nicht gewillt, kleinbei zu geben, wehrte sich und übernahm die Führung. 16:20 lagen wir auf einmal hinten, keine Punkte? Nicht mit den Jungs. Da war der super Diagonal. Christoph machte einen Punkt nach dem anderen und hier haben sie sich selber belohnt: großer Kampfgeist und schöne Rettungsaktionen lassen sie am Ende 25:22 triumphieren. Da war die Schlacht. 3. Satz der Saison erster Punkt sicher. 5. Satz 2. Punkte? Jetzt kommt es dick: die Jungs haben eine der schlimmsten Lektionen des Spiels kennengelernt. Der 5. Satz endet erst bei 15.. 13:6 Führung... 2 kleine Punkte zum Sieg, dann kam Sportfreund Schäfer. Aufschläge (JT) bis zum 15:13 für GD. Keine Annahme, keine Punkte. So endet der Spieltag mit einem Hammer. Hängende Gesichter Beileidsbekundungen der Zuschauer, Trauerkarten zum Glück noch nicht. Der Trainer blieb noch gelassen, obwohl der Vorstand schon am Stuhl sägte...Pff... 2. Spieltag, Steigerung in allen Bereichen. 2 Sätze und damit 1 Punkt geholt! Wenn das so weiter geht, gehen wir ungeschlagen aus der Rückrunde. :D Also weiter dran bleiben und ihr werdet euch belohnen. Ich tus. Also Jungs weniger Lotto (Hop), sondern mehr Volleyball (Top), wie wir es schon zu sehen bekommen haben.

Charlie Papa

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