Klassischer Trainerfehler

12.11.2017 22:24 von Oliver Weidner

Zum Auswärtsspiel am Samstag in Hoyerswerda gegen die Mannschaft von Kaupa Neuwiese mussten wir schmerzlich feststellen das der berühmte Spruch aus Sportkreisen "Never Change a winning Team" nicht von ungefähr kommt. Aber dazu später näheres.

Die Vorzeichen für diese Partie standen nicht so gut für uns, da neben Kapitänin Susi auch Lisa und unsere Libera Valerie fehlten. Eine schwer kompensierbare Situation, aber lösbar. Voll motiviert startet wir in den ersten Satz mit Evi als Kapitänin im Zuspiel und Daggi für Lisa auf Außen. Der Anfang des Satzes verlief wie wir es erwartet hatten etwas durcheinander und mit leichten Abstimmungsfehlern durch die neu besetzten Positionen. Kaupa fand aber ebenso schlecht rein und so ging es Punkt für Punkt dem Satzende entgegen ohne, dass sich eine Mannschaft groß in Führung bringen konnte. Am Ende des Satzes hatten wir aber die Nase vorn und gewannen den umkämpften Satz mit zwei Punkten Vorsprung.

Puh geschafft den ersten Satz im Sack und die Abstimmung stimmte nun untereinander. Trotzdem wechselten wir Sophie für Daggie auf Außen um etwas mehr Ruhe in unser Spiel zu bekommen da sie diese Position öfter spielt. Dies wirkte von der ersten Sekunde an, wir legten los wie die Feuerwehr und führten schnell. Beim Stand von 11:5 haute der Trainer von Kaupa mit seiner ersten Auszeit den Anker aus. Dieser hielt aber nur seine Mannschaft fest und wir spielten locker und konzentriert weiter. Beim Stand von 21:14 die zweite Auszeit des Gastgebers. Auch der Rettungsanker hielt nur die eigene Mannschaft und wir machten Punkt um Punkt um Punkt um Punkt zum Endstand von 25:16.

Den ersten Punkt im Sack sowie der hervorragende zweite Satz verleitet den Trainer, leichtsinnig zu werden und im dritten Satz mit zwei Zuspielerinnen zu spielen. Kaum im Vorfeld getestet passierte genau das. Fehlende Abstimmung und ein wer steht wo auf dem Feld ging los. Kaupa nutzte das natürlich sehr geschickt und machten Druck. Es kehrte keine Ruhe auf dem Feld mehr ein und wir verschenkten den Satz zu 14. Ein Lehrbuchbeispiel für das Sprichwort "Never change a winning Team". So macht man einen vermeintlich schwachen Gegner stark.

Den letzten Satz so schnell wie möglich vergessen und nach vorn schauen. Los ging es wieder mit der Aufstellung von Satz 2, doch leider hing uns das Dilemma noch in den Köpfen und wir verschliefen den Satzbeginn völlig. Nach einem fünf Punkte Rückstand brauchten wir bis zum 12:12 um wieder Gleichheit herzustellen. Dann begann das hin und her wobei sich der Gastgeber immer zwei drei Punkte absetzte und wir uns wieder ran kämpfen mussten, was Kraft kostet. Dann schlich sich wieder der Fehlerteufel ein und die Annahme brach zusammen so das Kaupa uns mit zwei Aufschlagserien den Satz zu 20 abknüpfte.

Wie mittlerweile gewohnt fanden wir uns in einem Tiebreak wieder (5 von 7 Spielen gingen in die Verlängerung). Noch mal alles mobilisieren und volle Konzentration. Los geht's! Jedoch nicht für uns, wieder verschlafen wir den Satzbeginn und liegen 0:4 hinten, Auszeit. Aufgeweckt kämpfen wir uns vor dem Seitenwechsel noch mal auf 6:8 ran aber nach dem Seitenwechsel waren unsere Kräfte am Ende und wir gaben ohne noch einen Punkt zu holen den Satz und somit das Spiel ab.

Aus diesem Spiel gab es für uns viel zu lernen. Nichtsdestotrotz haben wir unter diesen Vorrausetzungen Auswärts einen Punkt geholt. Glückwunsch an Kaupa für die ersten Punkte in dieser Saison.

Es spielten: Evi © und Lotti im Zuspiel, Astrid, Sophie auf Außen, Daggi, Annkathrin und Maja im Mittelblock und Nadine auf Diagonal, Trainer Olli.

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