Spielbericht 1. Herren vom 14.12.19

von Jörg Trillenberg

Am 14.12.19 spielte die ersten Herrenmannschaft auswärts gegen den USV TU Dresden 2.

Es spielten:
Zuspiel:           Tino Jautze, Andre Wünsche
Libero:             Ben Rückert
Außen:            Robin Flemming, Basti Kaus, Cristian Pätzold, Frank Pawelski
Diagonal:         Martin Murawski
Mittelblock:      Lennard Roßmy, Heinrich Gresch, Manuel Isensee

An diesem Spieltag startete die Rückrunde der diesjährigen Sachsenligasaison. In den ersten acht Spiele hat die erste Herrenmannschaft das Rollenmodell des Liganiveaus bekucken und auswerten können. Unter anderem Passspeed, Durchsetzungsfähigkeit im Angriff, Intention in der Abwehr, Schließen des Blocks, unterordnen der individuellen Spielmentalität dem Teamerfolg, sind in Anpassung.

Im ersten Spiel der der Rückrunde traf das Zittauer Team auf die Studie's aus dem 32. Semesters der TU. Der erste Satz war bis Satzmitte ausgeglichen. Die TU war schon etwas platt von ihrem ersten Spiel gegen die Kreuzschule und Zittau fuhr zunächst langsam hoch. Beim Stand von 15:15 konnte sich das Zittauer Team auf kein Spielkonzept einigen und lag nach fünf Aufschlägen in Folge des Gegners ruck zuck mit 15:20 zurück. Um am Ende um den Satzgewinn kämpfen zu dürfen, müssen solche Phasen aus den Spielprogramm eliminiert werden! So ging der erste Satz verdient mit 25:22 an den Gegner.


Im zweiten Satz verabschiedeten sich die TU'ler zum Trinken in den Biergarten und überließen Zittau's Topteam die Show. Ausnahmslos alle performten "well". Stimmung im Team und auf der Bank war grandios. Robin fand seine Armstreckgrenze wieder und startete in den Satz mit einer vierer Aufschlagserie. Tino verteilte exzellent auf seine permanent zur Verfügung stehenden und anrufenden (!!) vier Angreifer. Und klar das geht nur, wenn die Annahme stimmig ist. Mit Youngster Ben in der Liberoverantwortung stand sie richtig gut, so gut, dass die beiden Mitten Heinrich und Lennard, neben ihrer guten Blockarbeit, mit ihren Angriffen den Biergarten der TU kräftig durcheinanderwirbelten. Martin und Christian hauten, was die Schulter geben konnte, die Biergläser von den Tischen. 2. Satz: 25:16.

Der dritte Satz war ein einziges auf und ab auf beiden Seiten. Beide Trainer zogen ihre zwei Auszeiten komplett zu Satzmitte. In dieser Phase entschied sich, wer das Satzende mit Vorteil angehen kann. Hier entstanden zwei Situation, an den das Zittauer Team leider den K1 drei bzw. viermal in Folge nicht lösen konnte und den Gegner vorbeiziehen lassen musste. Am Satzende kam der Zander Frank an die Aufschlagslinie der TU und stellte der Zittauer Mannschaft mit noch einmal mit sieben Aufschlägen vor nicht zu lösenden K1-Aufgaben. 3. Satz 18:25

Der vierte Satz machte noch einmal die Anlaufschwierigkeiten der Zittauer in der Sachsenliga transparent. Die erste Auszeit musste der Trainer (eigentlich schon sehr spät) bei 3:8 nehmen. Was war passiert? Wieder gelang es TU zwei Vier-Punkte Aufschlagsserien durchzubringen. Too much! Hier ist ein Härtungsprozess notwendig, die Annahme sauber und den folgenden Angriff erfolgreich zu gestalten. Jeder K1 sollte im ersten, spätesten im zweiten Durchlauf abgenommen sein. Der Höhepunkt prägte sich am Satzende in einer wahnsinnigen Abwehrschlacht, die alle in Halle ans Limit des Vorstellbaren führte. Star Wars, Herr der Ringe oder Terminator...kalter Kaffee! Die Emotionen hätten für alle Actionfilme der Welt gereicht. Ab 19:22 fokussierten sich alle Zittauer und nahmen TU diesen Satz noch mit 28:26 ab. Ganz großes Kino!


Im anschließenden Tie-Break meldete sich die TU weitestgehend ausgelaugt ab und Zittau holte sich seine ersten zwei Punkte aus der Rückrunde mit dem 15:8 Satzgewinn.

 

Abschließend resümiert, hat sich das Zittauer Team sein Glück erzwungen und war somit seines Glückes Schmied. Das Protokoll zeigte leider zu häufig und zulange K1-Phasen, die Zittau nicht brechen konnte. Dafür stand die Mannschaft gut im Block und Abwehr, zeigte zudem Verbesserungen in der Spielmentalität und wahrte dadurch immer die Chance auch bei Rückstand dranbleiben. Terminator like! Und absolut erwähnenswert ist auch, dass an diesem Spieltag die Hälfte der Mannschaft 18 Jahre und jünger war. Das ist Sachsenliga in Zittau!

 

Learnings aus diesem Spiel:

keep: Blockstaffelung mit Fokus auf Hauptgegenangreifer, Abwehrintention, Spielmentalität

improve: Von Satzbeginn an konzentriert und erfolgreich spielen. K1 frühzeitig brechen.

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